Stiftungsbericht 2012

Stiftungsbericht 2012, Nr. 6, Frühjahr 2013

Weitere An- und Zustifter dringend gesucht –
als wichtiger Beitrag, unsere wertvolle Gemeinschaft zukunftsfähig zu machen

Zum Geleit

In unserem letzten Stiftungsbericht haben wir uns im einzelnen der Problematik zugewandt, wie sehr die schwierige Verfassung der Finanzmärkte, einher gehend mit einem anhaltend ausgeprägt niedrigen Zinsniveau, die Mehrzahl gemeinnütziger Stiftungen wegen nicht ausreichender Erträge in existenzielle Nöte bringt. Vor diesem Hintergrund wurde der Bericht in der Hoffnung und Erwartung geschrieben, dass sich der noch relativ kleine Kreis der Treuhandstifter im Laufe des Jahres ausweiten könnte und sich neue Zustifter bei der Stiftung Weckelweiler Gemeinschaften (Dachstiftung) engagieren würden.

Um diesen dringend erwünschten Effekt zu erzielen, das Stiftungskapital durch weitere An- und Zustifter auf breitere Fundamente zu stellen und gleichzeitig das Stiftungskapital zu erhöhen, wurde dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung bei den Familien- und Freundestagen im Mai 2012 Gelegenheit gegeben, im Rahmen der Mitgliederversammlung diese Thematik in einem Redebeitrag zu vertiefen und einen entsprechenden Appell an die anwesenden Eltern, Geschwister und Freunde zu richten. Eine weitere publizistische Plattform zu dieser Herausforderung und damit zusammenhängender notwendiger Schritte zur Nachhaltigkeit bot die Weihnachtsausgabe 2012 von „Einblicke/Ausblicke“.

Aus heutiger Sicht muss die Resonanz auf unsere „Hilferufe“ als im Einzelfalle durchaus wahrnehmbar, aber im großen und ganzen leider als gering bezeichnet werden. Gleichwohl sind bei Stiftungsrat und Stiftungsvorstand keine Spuren der Resignation zu erkennen; wir werden diese Thematik zum Wohle unserer Menschen mit Unterstützungsbedarf auch künftig bei jeder passenden Gelegenheit in Erinnerung rufen und für die breite Palette an ideellem Engagement und/oder finanzieller Zuwendung des Einzelnen werben.

Nun zu den Zahlen und sonstigen Ereignissen des Berichtsjahres:

Von den T€ 911 Gesamt-Stiftungsvermögen entfallen T€ 384 oder knapp die Hälfte auf Immobilienvermögen im wesentlichen in der Gemarkung Kirchberg (T€ 321) und in Künzelsau (T€ 63). Der weitaus größte Teil des Immobilien-Stiftungsvermögens entfällt auf die Treuhandstiftungen (T€ 334).

Als Zustifter der Dachstiftung engagierten sich im Jahre 2012 Frau Annekarin Mayer, Frau Sibylle Conrad und Frau Ulrike Thole. Die Zuwächse bei den Treuhandstiftungen sind auf die Eheleute Klaus und Barbara Suess sowie Herrn Ernst Lust (Stiftung Suess),  die Eheleute Annekarin und Jürgen Mayer sowie die Eheleute Annemarie und Werner Fuchs zurückzuführen.

Noch nicht im Jahresabschluss 2012 enthalten ist das Barvermächtnis von Maria Therese Egger aus Nürnberg in Höhe von 30.000,00 Euro, mit dem die am 19. April 2012 Verstorbene gemäß ihrem Testament die Stiftung Weckelweiler Gemeinschaften bedacht hat. Der Zahlungseingang wird im Laufe dieses Jahres erwartet. Mit Schreiben vom 14. Juli 2012 an den Bruder der Verstorbenen, Herrn Dr. Hermann Egger, haben wir im Namen von Stiftungsrat und Stiftungsvorstand unser Beileid und Mitgefühl zum Ausdruck gebracht und die Würdigung des Vermächtnisses als bedeutende Zustiftung in der gemeinsamen Sitzung von Stiftungsrat und Stiftungsvorstand im Mai 2013 angekündigt.

Betroffen gemacht und traurig gestimmt hat uns die Nachricht vom Ableben unseres Gründungs-Anstifters und langjährigem Mitglied des Stiftungsrates, Herrn Dr. Peter Brünger, der uns am 17. Februar 2013, im 80. Lebensjahr, für immer verlassen hat. Anfang März vergangenen Jahres hatte er uns mitgeteilt, dass er seine Mitgliedschaft im Stiftungsrat aus gesundheitlichen Gründen aufgeben müsse. In der gemeinsamen Sitzung von Stiftungsrat und Stiftungsvorstand im Mai 2012 haben wir die Stiftungsarbeit von Dr. Brünger gewürdigt, zugleich schrieb ihm der Vorsitzende des Stiftungsrates anerkennende Worte. Wir werden die ruhigen, besonnenen Wesenszüge unseres Kollegen vermissen und seiner stets in Ehren gedenken.

Neben dem strategischen Aspekt der Nachhaltigkeit unseres Tuns in Gestalt des wachsenden Stiftungsvermögens und dessen verfügbarer Erträgnisse, hat auch die operative, häufig spontan und schnell handelnde Seite unseres Wirkens in Form von Unterstützungsleistungen an Einzelne oder Gruppen unserer Einrichtung einen hohen Stellenwert. Mit der Bewilligung in 24 Einzelfällen und von 9 Gruppenanträgen im Gesamtwert von über T€ 17 haben sowohl die Zahl der Begünstigten (115 Personen) als auch das Volumen der Unterstützungen einen Höchststand erreicht. Mehr als die Hälfte des für Unterstützungsleistungen erforderlichen Finanzvolumens wurde dankenswerter Weise durch die Treuhandstiftung Klaus und Barbara Suess zur Verfügung gestellt (T€ 9,1).

Zum Thema „Unterstützungsleistungen“ verweisen wir auch auf die Ausführungen von Vorstandsmitglied Rainer Ostheim auf Seite 28 der Weihnachtsausgabe 2012 von „Einblicke/Ausblicke“.

Stiftungsrat und Vorstand sind über die – trotz aller Widrigkeiten – positive Entwicklung des Stiftungsgeschehens erfreut. Es wäre sehr schön und ganz im Sinne der Betreuten, wenn die letztmals im Jahre 2010 gestiegene Zahl der Treuhandstifter zum Anlass genommen würde, den Kreis der Stifter nochmals auszuweiten. Selbstverständlich sind aber auch Zuwendungen zur Dachstiftung, sei es als Zustiftung oder als Spende, jederzeit willkommen.

Wir danken allen Anstiftern, Zustiftern und Spendern für die in vielen Fällen auch wiederholte und teils großzügige Unterstützung und bitten sie sowie die Leser dieses Berichtes und alle Mitglieder des Freundeskreises der Weckelweiler Gemeinschaften auch künftig der Stiftung gewogen zu sein und uns nach Kräften zu unterstützen.

Dipl.-Ing. Klaus Suess (Vorsitzender des Stiftungsrats),
Werner Fuchs (Vorsitzender des Vorstands)

 

Stiftungsbericht 2011

Stiftungsbericht 2011, Nr. 5, Frühjahr 2012

„Geld ist für die Menschen da!“ (Slogan Jahresbericht 2010 der GLS Bank)
Sicherheit, Vermögenserhalt und ausreichende Erträge als Zielkonflikt der Stiftungen

Zum Geleit

Die Börsen-Zeitung vom 7. Februar 2012 führt in ihrem dem Asset Management (Vermögensmanagement) gewidmetem Berichtsteil unter der Überschrift „Das Umfeld für Stiftungen verdüstert sich“ aus, dass das Gros der gemeinnützigen Organisationen unter Vermögensaufzehrung leide. Am angegebenen Ort (a.a.O.) heißt es weiter, dass trotz einer neuen Rekordzahl sich über viele Stiftungen eine dunkle Gewitterfront zusammen zieht. Weiter heißt es,  dass angesichts des niedrigen Zinsniveaus das Gros der gemeinnützigen Organisationen weder ihre Förderung aufrechterhalten, noch das eigene Vermögen sichern kann. Der Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen wird a.a.O. mit der Feststellung zitiert, „dass es viele Stiftungen mit ihren bislang bewährten, auf Sicherheit ausgerichteten Anlagestrategien nicht mehr schaffen, die Ziele Sicherheit, Vermögenserhalt und ausreichende Erträge für den gemeinnützigen Zweck unter einen Hut zu bringen.“ Als Ausweg für die am stärksten betroffenen kleineren und mittleren Stiftungen wird u.a. die Überlegung geäußert, die überschaubaren Vermögen von kleineren Stiftungen zu bündeln und evtl. extern verwalten zu lassen. Gedacht ist dabei z.B. an Lebensversicherungen als Dienstleister. Da solche Wege aber offenbar noch nicht das Optimum darstellen, verhandelt der Verband aktuell mit Banken über mögliche Alternativen.

Die dargelegte Problematik ist dem Vorstand unserer Stiftung sehr wohl bewußt. Aufgrund von im Geschäftsführungsorgan angestellten Überlegungen, der diesbezüglichen Fragestellungen des Vorsitzenden unseres Stiftungsrates anläßlich der letzten Gremientagung im Mai 2011 sowie der ständigen Ausführungen in den einschlägigen Fachmedien über die teils brisanten Entwicklungen an den Finanzmärkten, hat der Vorstandsvorsitzende am 7. Dezember 2011 auf der Grundlage eines Kundenfinanzstatus per 01.12.2011 ein eingehendes Gespräch  in der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim mit den für uns zuständigen Beratern geführt.

Das Treffen fand aufgrund unserer Initiative statt und diente einerseits dem gegenseitigen persönlichen Kennenlernen und andererseits Betrachtungen zur Stiftung im allgemeinen und zur Anlagepolitik im besonderen. Das Gesprächsergebnis wurde schriftlich fixiert. Übereinstimmend wurde das Anlageverhalten der Vergangenheit als sachgerecht bezeichnet. Es sei absolut richtig gewesen, in der noch anhaltenden kritischen Situation dem Faktor „Sicherheit der Anlage“ Priorität einzuräumen. Auch in der absehbaren Zukunft sollte so vorgegangen werden. Die Sparkassenvertreter führten neue Anlageprodukte als mögliche Alternative für Neu- bzw. Verlängerungsanlagen in die Diskussion ein. Unsere Gesprächspartner boten an, für ein Kurzreferat über alternative Anlageprodukte z.B. bei der gemeinsamen Sitzung von Stiftungsrat und Stiftungsvorstand im Mai 2012 zur Verfügung zu stehen.

Eine andere Akzentsetzung in diesem Zusammenhang war die Teilnahme der Vorstandsherren Hermann Anschütz und Rainer Ostheim an dem von der Stiftung Lauenstein und der GLS Treuhand gemeinsam veranstaltenden Stiftungstag der Stiftungen im Umfeld der anthroposophischen Heilpädagogik und Sozialtherapie am 21. Januar 2012 in Frankfurt  Die GLS Bank ist die nach eigenen Bekundungen erste sozial-ökologische Universalbank der Welt. Im Überblick zu ihrem Jahresbericht 2010 führt sie weiter aus, dass „menschliche Bedürfnisse und die Überzeugung, dass Geld für die Menschen da ist“, Ausgangspunkte ihrer Arbeit seien (siehe Kopfzeile unseres Geleitwortes).

Dem Stiftungstag lagen Überlegungen der Stiftung Lauenstein zugrunde, die sich in ihrer Strategietagung das Ziel gesetzt hatte, alle Stiftungen, Stiftungsinitiativen und Stiftungsinteressierte, die sich um die Schulen und Lebensorte herum gebildet haben, zu vernetzen und ein gemeinsames Forum zum Erfahrungsaustausch zu bilden. Nach Vorstellung und Einführung wurden zunächst die Berichte zur Stiftungsarbeit behandelt. Am Nachmittag spielte auch hier die Anlage des Stiftungsvermögens in der augenblicklichen Marktlage eine besondere Rolle. Abschließend wurde eine Gemeinschaftliche Stiftung vorgestellt und Anregungen für mögliche Kooperationen gegeben.

Die Wahrnehmung der Termine in Crailsheim und Frankfurt zeigen, wie sehr der Vorstand bemüht ist, rechtzeitig neue Entwicklungen kennenzulernen, sich ständig qualifiziert informieren zu lassen und vielfältigste Kontakte zu haben, die Vorstandsarbeit permanent im Detail überprüfen zu können. Wir kommen zu dem Schluss, dass die vorerwähnten Zielkonflikte selbstverständlich auch uns im allgemeinen und als kleine bis mittlere Stiftung auch im besonderen betreffen. Wir legen nach wie vor Wert darauf, ohne das Ziel „Sicherheit“ zu vernachlässigen, eine möglichst hohe Rendite in unserer Anlagepolitik zu erzielen. Ausreichende Erträge für den gemeinnützigen Zweck unserer Stiftung zu erzielen, ist uns zumindest bislang auch deshalb gelungen, da erstens unsere Verwaltungskosten gegen Null tendieren und zweitens, dass trotz aller Neu- und Zustiftungen stets auch ein ausreichender Zufluß von Spendengeldern, so auch im Jahre 2011, zur Wahrnehmung unserer gemeinnützigen Aufgaben und Ziele bereit stand.

Von den T€ 868 Gesamt-Stiftungsvermögen entfallen T€ 389 oder knapp die Hälfte auf Immobilienvermögen im wesentlichen in der Gemarkung Kirchberg (T€ 325) und in Künzelsau (T€ 64). Der weitaus größte Teil des Immobilien-Stiftungsvermögens entfällt auf die Treuhandstiftungen (T€ 339).

Neben dem strategischen Aspekt der Nachhaltigkeit unseres Tuns in Gestalt des wachsenden Stiftungsvermögens und dessen verfügbare Erträgnisse, hat auch die operative, häufig spontan und schnell handelnde Seite unseres Wirkens in Form von Unterstützungsleistungen an Einzelne oder Gruppen unserer Einrichtung einen hohen Stellenwert. Mit der Bewilligung in 23 Einzelfällen und von 4 Gruppenanträgen im Gesamtwert von über T€ 10 haben sowohl die Zahl der Begünstigten als auch das Volumen der Unterstützungen einen beachtlichen Stand erreicht.

Stiftungsrat und Vorstand sind über die positive Entwicklung des Stiftungsgeschehens sehr erfreut. Es wäre sehr schön und ganz im Sinne der Betreuten, wenn die letztmals im Jahre 2010 gestiegene Zahl der Treuhandstifter zum Anlass genommen würde, den Kreis der Stifter nochmals auszuweiten. Selbstverständlich sind aber auch Zuwendungen zur Dachstiftung, sei es als Zustiftung oder als Spende, jederzeit willkommen.

Wir danken allen Anstiftern, Zustiftern und Spendern für die in vielen Fällen auch wiederholte und teils großzügige Unterstützung und bitten sie sowie die Leser dieses Berichtes und alle Mitglieder des Freundeskreises der Weckelweiler Gemeinschaften auch künftig der Stiftung gewogen zu sein und uns nach Kräften zu unterstützen.

Dipl.-Ing. Klaus Suess (Vorsitzender des Stiftungsrats),
Werner Fuchs (Vorsitzender des Vorstands)

 

Stiftungsbericht 2010

Stiftungsbericht 2010, Nr. 4, Frühjahr 2011

Erste Million Euro Gesamt-Stiftungsvermögen scheint mittelfristig machbar
Treuhandstiftungen prägen rasante Aufwärtsentwicklung – Unterstützungsleistungen in Rekordhöhe

Zum Geleit

Der Zeitpunkt der Berichterstattung über das Jahr 11 unseres Bestehens steht im Zeichen des 150. Geburtstages von Rudolf Steiner und läßt unsere Stiftung als kleines, mit besten Vorsätzen gegründetes, Verantwortung übernehmendes und bisher durchaus erfolgreiches Teilstück der Wirkungsmechanismen im großen Ideen- und Gedankengebäude der anthroposophischen Sozialtherapie erscheinen. Wir schätzen uns glücklich, im Spannungsfeld zwischen den Impulsen Rudolf Steiners zur humanen Umgestaltung vieler sozialer Lebensbereiche und den oben zitierten Ethischen Grundaussagen des „Fünferkreises“ eine dienende Rolle einnehmen zu dürfen.

Im Jahre 2010 hat sich das Gesamt-Stiftungsvermögen (Dachstiftung und Treuhandstiftungen) von T€ 612 auf T€ 833 und damit um mehr als ein Drittel des Jahresanfangswertes erhöht. Dies war – bei substanziell stagnierender Dachstiftung –  auschließlich auf die dynamische Entwicklung bei den Treuhandstiftungen zurückzuführen. Die drei Komponenten des erfreulichen Geschehens waren neben einer Zustiftung bei der Treuhandstiftung Hans und Ruthild Keitel (T€ 5) und der neuen Treuhandstiftung Ute Wäldner (T€ 65) insbesondere weitere Zustiftungen bei der Treuhandstiftung Klaus und Barbara Suess (T€ 151). Wenn man bedenkt, dass bereits im Januar 2011 bei der Treuhandstiftung Annekarin und Jürgen Mayer eine weitere Zustiftung (T€ 25) erfolgte, scheint mittelfristig tatsächlich die erste Million Gesamt-Stiftungsvermögen machbar.

Von den T€ 833 Gesamt-Stiftungsvermögen entfallen T€ 387 oder knapp die Hälfte auf Immobilienvermögen im wesentlichen in der Gemarkung Kirchberg (T€ 323) und in Künzelsau (T€ 64). Der weitaus größte Teil des Immobilien-Stiftungsvermögens entfällt auf die Treuhandstiftungen (T€ 337).

Neben dem strategischen Aspekt der Nachhaltigkeit unseres Tuns in Gestalt des wachsenden Stiftungsvermögens und dessen verfügbare Erträgnisse, hat auch die operative, häufig spontan und schnell handelnde Seite unseres Wirkens in Form von Unterstützungsleistungen an Einzelne oder Gruppen unserer Einrichtung einen hohen Stellenwert. Mit der Bewilligung in 15 Einzelfällen und von 7 Gruppenanträgen im Gesamtwert von über T€ 12 haben sowohl die Zahl der Begünstigten als auch das Volumen der Unterstützungen einen beachtlichen Höchststand erreicht.

Ausgelöst durch ein Verwaltungsgerichtsurteil und nach Rücksprache mit den aufsichtsbehördlichen Stellen haben wir eine Änderung unserer Satzung beschlossen. Damit wollen wir vermeiden, dass über uns getätigte Zuwendungen von Elternseite u.U. gegen das Landesheimgesetz verstoßen. Mitarbeiter und Funktionsträger der Sozialtherapeutischen Gemeinschaften Weckelweiler können künftig Vertretungsorganen der Stiftung nicht mehr angehören. Den mittlerweile ausgeschiedenen drei Stiftungsrats-Mitgliedern, Frau B. Freiberg, Herrn M. Schmidt und Herrn A. Lüder, gilt unser Dank für ihre konstruktive Mitarbeit im Aufsichtsorgan. Die Heimaufsichtsbehörde hat uns bestätigt, dass nunmehr keinerlei rechtliche Bedenken gegen eine Erbeinsetzung der Stiftung oder Einsetzung als Vermächtnisnehmer bestehen.

Stiftungsrat und Vorstand sind über die positive Entwicklung des Stiftungsgeschehens im vergangenen Jahr und zu Beginn der neuen Rechnungsperiode hoch erfreut. Es wäre sehr schön und ganz im Sinne der Betreuten, wenn die im Jahre 2010 gestiegene Zahl der Treuhandstifter zum Anlass genommen würde, den Kreis der Stifter nochmals auszuweiten. Selbstverständlich sind aber auch Zuwendungen zur Dachstiftung, sei es als Zustiftung oder als Spende, jederzeit willkommen.

Wir danken allen Anstiftern, Zustiftern und Spendern für die in vielen Fällen auch wiederholte und teils großzügige Unterstützung und bitten sie sowie die Leser dieses Berichtes und alle Mitglieder des Freundeskreises der Weckelweiler Gemeinschaften auch künftig der Stiftung gewogen zu sein und uns nach Kräften zu unterstützen.

Dipl.-Ing. Klaus Suess (Vorsitzender des Stiftungsrats),
Werner Fuchs (Vorsitzender des Vorstands)

 

Stiftungsbericht 2009

Stiftungsbericht 2009, Nr. 3, Frühjahr 2010

Stiftung wichtiger Teil des sozialen Netzwerks der Gemeinschaften
Freundeskreis  –  Stiftung  –  Gesundheitsfonds

Zum Geleit

Am Anfang stand die tiefe Verbeugung vor der großartigen Aufbau- und Entwicklungsleistung der vergangenen fünf Jahrzehnte. Es schlossen sich die Zeichen konstruktiver, zupackender Entschlossenheit für die sich in der Gegenwart stellenden vielfältigen Fragen und Probleme eines einzigartigen Wandlungsprozesses an. Mit dem unschwer festzustellenden Geist der Aufgeschlossenheit und des Mutes, die in der Zukunft auf uns wartenden
Herausforderungen anzunehmen, rundeten sich die gesammelten Eindrücke ab. Auf diesen gemeinsamen Nenner lassen sich im Rückblick auf das Jubiläumsjahr vom aufmerksamen Beobachter die gehörten Aussagen, die gelesenen Publikationen und die verspürten Stimmungen zusammenfassen. Solide Fundamente für eine Stiftung, die einerseits mithelfen will, die Existenz der Weckelweiler Gemeinschaften auf Dauer zu sichern und sich andererseits – neben Freundeskreis und Gesundheitsfonds –  als wichtigen Teil unseres sozialen Netzwerks versteht.

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Gründer und Wegbereiter Dr. Wolfgang Feuerstack (Mitte) umrahmt vom Stiftungsratsvorsitzenden Suess und den Mitgliedern des Vorstandes der Stiftung Werner Fuchs, Hermann Anschütz und Rainer Ostheim (von rechts)

Im Doppel-Jubiläumsjahr 2009 (50 Jahre Weckelweiler Gemeinschaften, 10 Jahre Stiftung) wurden neun Unterstützungsleistungen über insgesamt  € 4.500,– an Betreute bereitgestellt. Am Jahresende weist die Stiftung Weckelweiler Gemeinschaften ein Stiftungskapital von rd. € 280 000,– aus. Zusammen mit den vier Treuhandstiftungen (Suess, Mayer, Keitel und Fuchs) kommen wir Ende 2009 insgesamt auf ein eigenes und treuhänderisch verwaltetes Stiftungsvermögen von über € 600.000,–. Erstmals liegt der Jahresendwert des Vermögens aller Treuhandstiftungen (T€ 332) über dem Stiftungsvermögen der Weckelweiler Gemeinschaften (T€ 280). Mit weiteren Zustiftungen im Januar 2010 von € 25.000,– hält die dynamische Aufwärtsentwicklung der Treuhandstiftungen an.

Stiftungsrat und Vorstand haben das Bedürfnis, allen Anstiftern, Zustiftern und Spendern für die in vielen Fällen auch wiederholte und teils großzügige Unterstützung zu danken und bitten sie sowie die Leser dieses Berichtes und alle Mitglieder des Freundeskreises der Weckelweiler Gemeinschaften auch künftig um Hilfe und Förderung.

Dipl.-Ing. Klaus Suess (Vorsitzender des Stiftungsrats),
Werner Fuchs (Vorsitzender des Vorstands)

 

Stiftungsbericht 2008

Stiftungsbericht 2008, Nr. 2, Frühjahr 2009

Auch in der Krise an Zukunft unserer Betreuten denken
Mit über 500.000,– Euro Stiftungsvermögen ins Jubiläumsjahr

Zum Geleit

Nach dem Crash auf den Finanzmärkten, den weltweiten, milliardenschweren Rettungspaketen und den globalen Rezessionswarnungen des zu Ende gegangenen Krisenjahres 2008 schrumpft in Deutschland die Wirtschaft, und die Zahl der Arbeitslosen steigt. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr 2009 (60 Jahre Bundesrepublik, 20 Jahre nach dem Fall der Mauer) muss unser Land sein womöglich schwierigstes Jahr in seiner Geschichte befürchten. Vor dem Hintergrund schlimmster Szenarien der Forschungsinstitute einerseits und dem globalen Freudentaumel andererseits, mit dem der neue Präsident der USA begrüßt wurde,  kommt es immer mehr darauf an, zu fragen, was kann ein jeder von uns für die Gesellschaft im allgemeinen und für unsere Gemeinschaft im besonderen tun. Dies getreu der Devise „lieber Gott, lass uns unsere Aufgabe erkennen und erfüllen an dem Ort, an den Du uns gestellt hast“ (Evangelischer Lebensbegleiter, Tagesthema 19.01.2009).

Rat und Vorstand der Stiftung Weckelweiler Gemeinschaften verstehen sich als Teil des qualitätsvollen Kraftfeldes und des engmaschigen Netzwerkes einer höchst wertvollen und wichtigen Einrichtung, die in diesem Jahr voller Stolz auf eine 50-jährige Geschichte zurückblicken kann. Ein außergewöhnlicher Lebens- und Arbeitsort sowie eine Vielzahl hoch engagierter Mitarbeiter und Eltern sind die Grundlagen dafür, in den vergangenen Jahrzehnten vielen jungen Menschen eine großartige Selbstverwirklichung und eine erstaunliche Persönlichkeitsentwicklung ermöglicht zu haben.

Wir sind dankbar, seit knapp einem Jahrzehnt Teil dieses Gemeinwesens sein zu dürfen und nehmen deshalb diesen Bericht auch gerne zum Anlass, allen an diesem Erfolg Beteiligten zum Jubiläum ein herzliches Dankeschön auszusprechen. Das bisher Erreichte soll uns allen Ansporn und Verpflichtung sein, uns engagiert den Zukunftsfragen der Bewohner, Beschäftigten und Mitarbeiter zu stellen.

Die Stiftung Weckelweiler Gemeinschaften weist am Jahresende 2008 ein Stiftungskapital von deutlich über 250.000 € aus. Zusammen mit mittlerweile vier Treuhandstiftungen (Suess, Mayer, Keitel, Fuchs) kommen wir zu Beginn des Jubiläumsjahres insgesamt auf ein eigenes  und treuhänderisch verwaltetes Stiftungsvermögen von über 500.000 €. Abschließend danken wir allen Anstiftern, Zustiftern und Spendern für die tatkräftige Unterstützung und bitten sie sowie die Leser dieses Berichtes und alle Mitglieder des Freundeskreises der Weckelweiler Gemeinschaften um weitere Hilfe.

Dipl.-Ing. Klaus Suess (Vorsitzender des Stiftungsrats),
Werner Fuchs (Vorsitzender des Vorstands)

 

Stiftungsbericht 2007

Stiftungsbericht 2007, Nr. 1, Frühjahr 2008

2007 – das Jahr der Treuhandstiftung
Dank an Anstifter, Zustifter und Spender für tatkräftige Unterstützung

Zum Geleit

Die Sozialtherapeutischen Gemeinschaften Weckelweiler im Hohenloher Land sind eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft für ca. 380 behinderte Menschen zwischen 18 und 62 Jahren, die auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind. Im kommenden Jahr kann die Einrichtung auf ein 50jähriges Bestehen zurück blicken.

Die Stiftung Weckelweiler Gemeinschaften wurde am 11. November 2000 gegründet, um den in den Sozialtherapeutischen Gemeinschaften Weckelweiler lebenden und arbeitenden Menschen mit geistiger und teils mehrfacher Behinderung finanzielle Hilfe zu gewähren, wenn ein besonderer Bedarf durch  die öffentliche Hand nicht abgedeckt ist und Angehörige eine Unterstützung nicht mehr leisten können.

Die vor acht Jahren von rund 100 Anstiftern ins Leben gerufene Stiftung hat trotz Anlaufschwierigkeiten dank einer Vielzahl großzügiger Freunde eine solide Aufwärtsentwicklung genommen, ihr Kapital mehren, Kosten gering halten und zum Wohle der Betreuten eine Vielzahl von Unterstützungen an Hilfsbedürftige zahlen können.

Mit einem Stiftungsvermögen per 31. Dezember 2007 von über 230.000 € und Erträgnissen im Berichtsjahr daraus von über 6.000 € ist mittlerweile ein stattlicher Wert erreicht worden. Dies umsomehr, wenn man bedenkt, dass es im Berichtsjahr 2007 die Gründung zweier unselbstständiger Stiftungen des bürgerlichen Rechts gab, die Stiftung Klaus & Barbara Suess sowie die Stiftung Annekarin und Jürgen Mayer. Die treuhänderische Verwaltung der beiden Stiftungen wird auf entsprechender vertraglicher Grundlage von uns wahrgenommen. Zum Jahresende 2007 repräsentieren beide Stiftungen durch Bar- und Immobilienwerte zusammen einen weiteren Kapitalstock von fast 200.000 €, so dass sich – alle drei Stiftungen zusammengenommen – im Berichtsjahr fast eine Kapitalverdoppelung auf insgesamt über 400.000 € errechnet. Weitere Einzahlungen auf Treuhandstiftungen sind zu Beginn des neuen Jahres erfolgt.

All dies erfüllt uns zusammen mit den An- und Zustiftern mit großem Stolz und tiefer Dankbarkeit, spornt uns aber auch zugleich an, Sie lieber Leser dieses Berichtes, zu bitten, uns auch künftig gewogen zu bleiben und weiterhin zu unterstützen.

Dipl.-Ing. Klaus Suess (Vorsitzender des Stiftungsrats),
Werner Fuchs (Vorsitzender des Vorstands)