Stiftungsbericht 2016

Stiftungsbericht 2016, Nr. 10, April 2017

Planen für eine ungewisse Zukunft – Auf Sicht fahren!
Neupositionierung der Stiftung im Wandel der Einrichtung und der Kapitalmärkte

Zum Geleit

Für Führungskräfte in Unternehmen ist es fast schon Gewohnheit: Planen für eine ungewisse Zukunft. Unsere Stiftung bildet hier keine Ausnahme. Auch wir müssen uns an ständig wechselnde Gegebenheiten anpassen. Autofahrer sollen, um Verkehrssicherheit zu gewährleisten, nur so schnell fahren, dass sie auf Hindernisse innerhalb ihres Sichtbereichs reagieren und rechtzeitig anhalten können. Wie sollen wir als Stiftung das uns anvertraute Vermögen sinnvoll anlegen, um Kapitalerhalt gewährleisten zu können? Wie sollen wir nachhaltig Erträge erzielen, wenn das Zinsniveau seit Jahren so niedrig ist? Vor allem, wie können wir die Einrichtung sinnvoll unterstützen in Zeiten schneller und weitreichender Entscheidungen mit teilweise geringer Halbwertszeit, die nicht nur die Betreuten selbst, sondern auch die betreuenden Mitarbeiter und Angehörigen verunsichern.

Aufgrund dieser unklaren Situation haben wir bewusst auf eine intensivere Bewerbung der Stiftung verzichtet. Wir bemühen uns, in diesen dynamischen Zeiten Stabilität zu wahren und daran zu arbeiten, Weichen für die Zukunft richtig zu stellen, auch wenn der Blick dorthin weiter verschwommen bleibt. Wir hoffen, dass sich im Kräftedreieck aus Heimaufsicht, Kostendruck und Anthroposophie möglichst bald wieder ein Gleichgewicht einstellt, und wünschen in diesem Hinblick dem neu gewählten Aufsichtsrat der Einrichtung bei allen anstehenden fachlichen und personellen Entscheidungen eine gute Hand.

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Zum 30.06.2016 erfolgte die geordnete Übergabe der Geschäfte an den neuen Vorstand. Dieser traf sich am 12.07.2016 zu seiner konstituierenden Sitzung, in der wesentliche Fragen der Aufgabenteilung und zukünftigen Schwerpunktsetzung der Stiftungsaktivitäten diskutiert und verabschiedet wurden.

Im Rahmen der strategischen Überlegungen wurde deutlich, dass die Stiftung im Verlauf der letzten Jahre große Erfahrung in der Entwicklung von Immobilien aufgebaut hat. Wir wollen diese Expertise zukünftig in noch größerem Umfang zum Wohle der Einrichtung und der Betreuten einsetzen und uns an geeigneten Projekten beteiligen. Konkrete Anfragen einiger Angehöriger und aus dem Bereich Ambulante Dienste stimmen uns erwartungsfroh.

In der zweiten Jahreshälfte 2016 wurden eine Reihe von Beschlüssen gefasst und konkrete Maßnahmen umgesetzt, wie z.B.:

  • Die Satzung wurde dahingehend abgeändert, dass Vorständen der Stiftung eine Mitgliedschaft im Trägerverein nicht mehr untersagt ist.
  • Es wurde ein kommentiertes Quartals-Reporting für Vorstand und Stiftungsrat entwickelt.
  • Der Stiftungs-Flyer wurde sowohl inhaltlich als auch gestalterisch überarbeitet und mit den passenden Prospekthaltern an die Einrichtung und Interessierte verteilt.
  • Durch die Teilnahme am Online-Banking konnten Porto- und Bankgebühren deutlich reduziert werden.
  • Vorüberlegungen zum Bau eines ABW-/Stiftungshauses in der Heimstraße 6 in Weckelweiler wurden angestellt.

Der Stiftungs-Finanzbericht weist zum 31.12.2016 ein Vermögen von EUR 1.067.925,61 aus, das sind sind EUR 15.706,52 oder 1,5 % mehr als zu Beginn des Jahres. Der Vermögenszuwachs erfolgte im wesentlichen bei der Dachstiftung und die Treuhandstiftung Suess.

Durch die Fälligkeit einiger aus heutiger Sicht „hochverzinsten“ Anleihen hat die Dachstiftung in 2016 einen ungewöhnlich hohen Ertrag von über EUR 8.046,50 verzeichnet. Die Wiederanlage würde im derzeit niedrigen Zinsumfeld weniger ertragreich ausfallen. Vorstand und Stiftungsrat haben daher beschlossen, den Überschuss in eine allgemeine Rücklage zu überführen, um auch in den kommenden Jahren die satzungsgemäßen Aufgaben wahrnehmen zu können.

Insbesondere „Altersgerechtes Wohnen“ wird für die Stiftung ein zentrales Zukunftsthema, das wir finanziell begleiten wollen. Daher wurden auch hier die entsprechenden Rücklagen weiter aufgebaut. Sie betragen Ende 2016 über alle Stiftungen hinweg EUR 32.985,12.

Vor dem Hintergrund der gegenwärtig niedrigen Kapitalmarktzinsen sieht sich die Stiftung grundsätzlich mehr vor einem Einnahmeproblem als vor einem Vermögensproblem. Es ist uns deshalb ein besonderes Anliegen, Sie auf die Möglichkeiten einer Spende hinzuweisen. Neben testamentarischen Verfügungen können auch kleine Spenden (z.B. im Ausgleich für den Verzicht von Geschenken bei Festivitäten) eine ganz konkrete Hilfestellung an bedürftige Betreute ermöglichen. Für Informationsgespräche stehen wir Ihnen persönlich insbesondere im Rahmen des anstehenden Familien- und Freundestreffens 2017 gerne zur Verfügung.

Wir danken hiermit allen Spendern und Stiftern ganz besonders auch im Namen aller unterstützten Betreuten, deren Lebensqualität wir durch ihre finanzielle Unterstützung teilweise maßgeblich verbessern konnten.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen Informationen einen Überblick über unsere Stiftungsarbeit geben konnten, und freuen uns, wenn wir Sie bei Ihren Überlegungen zur möglichen Unterstützung der Stiftung beraten können. Neben einer Zustiftung oder der Gründung einer eigenen Treuhandstiftung kann beispielsweise auch durch testamentarisch verfügte Spenden eine „Gute Tat“ mit steuerlich vorteilhafter Wirkung erzielt werden.

Dr. Henning Pfaffhausen (Vorsitzender des Vorstands),
Dr. Martin Brünger (Stellvertretender Vorsitzender),
Hanns J. Proenen (Finanzen)

 

Generationswechsel im Vorstand

Generationswechsel Vorstand (1000x303)

Die Stiftung Weckelweiler Gemeinschaften hat in ihrer Sitzung während der Familientage 2016 einen Generationswechsel im Vorstand eingeläutet. Die langjährigen Vorstände Werner Fuchs (2.v.r.), Rainer Ostheim (1.v.r.) und Hermann Anschütz (3.v.r.) werden nach langjähriger und erfolgreicher Arbeit im Vorstand zum Ende Juni 2016 ihre Tätigkeit beenden. Als neue Mitglieder des Vorstands wurden vom Stiftungsrat die Herren Dr. Martin Brünger (1.v.l.) und Hanns Proenen (3.v.l.) aufgenommen. Wiedergewählt wurde Dr. Henning Pfaffhausen (2.v.l.), der bereits seit 2013 im Vorstand arbeitet und ab dem 01.07.2016 den Vorsitz übernehmen wird.

Unserem bisherigen Vorstand gilt ein großes und herzliches Dankeschön, was auch von allen Teilnehmern der Mitgliederversammlung des Freundeskreises am 07.05.2016 im Saal der Weckelweiler Gemeinschaften eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht wurde. Den scheidenden Vorstandsmitgliedern wurde neben einer Urkunde ein Windspiel aus der Glockenwerkstatt vom Stiftungsrat sowie ein Präsentkorb von den Gemeinschaften überreicht. Anerkennender Beifall begleitete diesen Akt!

Gerhard Heiland, Berlin

Stiftungsbericht 2015

Stiftungsbericht 2015, Nr. 9, Frühjahr 2016

Unsere stabile Stiftung und ihr schwieriges Umfeld
Ein Appell an die Angehörigen und Freunde sowie an die Verantwortlichen der Einrichtung

Zum Geleit

Der diesjährige Stiftungsbericht, geschrieben in einem Jahr, in dem sich die Stiftung in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrzehnts ihrer Gründung befindet, soll ausnahms­weise mit einem persönlichen Sachverhalt beginnen und zugleich außerhalb der Welt der Zahlen einer Jahresentwicklung zunächst Tendenzen aufzeigen, die uns zu denken geben. Der Ihnen aus der Vergangenheit in seiner personellen Zusammensetzung bekannte Vorstand wird im Sommer (01.07.2016) einem umfassenden Revirement unter­zogen, bei dem drei von vier Vorständen nach jahrelangem Wirken ausscheiden und neue, engagierte Kräfte an deren Stelle rücken. Ein passender Zeitpunkt um den Blick über den Tellerrand eines Jahres hinweg auf Entwicklungen zu lenken, die an die Wurzeln unseres Selbstverständnisses gehen.

Festzustellen ist, dass sich seit Jahren der Kreis unserer fünf Treuhandstiftungen nicht erweitert und die Mittelzuführung an unsere Dachstiftung in Gestalt von Zustiftungen oder Spenden eine überschaubare, wenn nicht geringe Volumina aufweist. Dies trotz aller Transparenz und Offenheit, mit der Zielsetzung, Leistungsspektrum und Entwick­lung unseres Stiftungsgeschehens seit Jahren auch, aber nicht nur über das Internet verbreitet werden. Gezielte Gespräche, Ansprachen auf Mitgliederversammlungen unseres Freundeskreises, Beiträge in Einblicke/Ausblicke, Zurverfügungstellung von Gründungsurkunden bisheriger Treuhandstifter an interessierte Dritte, die eingerichtete Homepage und vieles mehr haben leider im Ergebnis nur wenig bewirkt.

Obwohl die sozio-demograhischen und wirtschaftlichen Strukturen im Bereich der An­gehörigen und Freunde unserer Einrichtung geschätzt zumindest das Potential der vier- bis fünffachen Anzahl von Stiftungsgebern ergeben, ist seit Jahren kein neuer Treu­handstifter hinzu gekommen. Erste Kontakte, Vieraugengespräche, Beratungen und Überlassung konkreter Unterlagen verlaufen – auch nach neuerlicher Ansprache von unserer Seite – letztlich im Sande und sind für die Verantwortlichen in Stiftungsrat und -vorstand enttäuschend und frustrierend.

Mit diesem Appell an Sie, lieber Leser dieses Stiftungsberichtes, sich im wohlverstan­denen anthroposophischen Sinne stärker in die Elternarbeit einzubringen und in der Hoffnung, dass Sie die Stiftungsarbeit doch stärker als bisher unterstützen, sei es in Form der nachhaltig wirkenden Zustiftung zur Erhöhung des Stiftungskapitals, sei es als Anstifter zur Gründung einer neuen Treuhandstiftung, sei es als Spende zur Mit­finanzierung von Unterstützungen an hilfsbedürftige Betreute, sei es durch testamenta­rische Verfügungen und Vermächtnisse, Erbeinsetzungen, auch in der Form der Ein­setzung als Nacherbe, müssten wir es gemeinsam schaffen, unsere Stiftung weiter voran zu bringen und nachhaltig zu sichern. Unser Leitgedanke sollte sein, all das zu tun, was wir selbst aus eigenen Kräften noch leisten können. Weder das Verschieben auf eine nächste Generation, noch das Hoffen auf den Staat bringen uns weiter. Der Staat sind wir selbst. Worte, die bereits im Jahre 2012 an Sie gerichtet wurden und hoffentlich heute, bei ihrer Wiederholung, mehr bewirken als damals.

Nun zu den Zahlen des Jahres 2015. Der Stiftungs-Finanzbericht des vergangenen Jahres weist zum 31.12.2015 ein Gesamtvermögen von 1.052.220,09 Euro aus, das sind 46.415,67 Euro oder 4,6 %  mehr als zu Beginn des Jahres. Dabei überschritt die Treuhandstiftung Suess im Gesamtvermögen erstmals die Grenze von 400.000 Euro und die Treuhandstiftung Mayer wies mit über 30.000 Euro die höchste Steigerung auf. Erfreulich ist auch die Zustiftung bei der Treuhandstiftung Keitel in Höhe von 10.000 Euro.

Das bereits im Vorbericht erwähnte Bauprojekt in der Kirchberger Gemarkung „Unter der Sulz“ hat uns im Berichtsjahr in teils unerfreulicher Weise mehrfach beschäftigt. Als Ausfluss einer vorausschauend vorgehaltenen Gründstücksbevorratungspolitik der Stiftung sind im Verlaufe des Berichtsjahres die zwei nebeneinander liegenden Bau­grundstücke an die Einrichtung zu Marktpreisen verkauft worden. Über Zeitpunkt und Art der Bebauung ist von der Einrichtung noch zu entscheiden.

Die anhaltende Nullzinspolitik führte im vergangenen Jahr zu einem grundsätzlichen Nachdenken über die Philosophie unseres Kapitalanlageverhaltens. Nach Einholung von Expertenmeinungen, der Anhörung der Stiftungsaufsicht und unter Einbindung des Sachverstandes von Mitgliedern des Stiftungsrates wurden nach einstimmigen Be­schluss des Vorstandes neue Anlagerichtlinien vom Stiftungsrat genehmigt.

Die Sozialtherapeutischen Gemeinschaften Weckelweiler, auf deren Menschen bzw. deren Wohl sich unsere ganze Arbeit konzentriert, befinden sich mindestens seit ver­gangenem Jahr in einem Stadium unterschiedlichster Probleme. Von der Notwendig­keit des Wandels und der Erneuerung sowie der Herausforderung durch eine Vielzahl von Baustellen personeller und sachlicher Art ist die Rede. Unsere guten Wünsche begleiten die Verantwortlichen, im Sinne der Betreuten, der Mitarbeiter und nicht zuletzt auch der vielen engagierten Angehörigen, möglichst schnell zu einer zukunfts­orientierten und nachhaltigen Lösung zu kommen.

Lassen Sie uns den Begriff der „Gemeinschaften“ nicht nur oberflächlich beim Namen nennen, sondern den Inhalt und die Bedeutung des Wortes „Gemeinschaften“ im ge­meinsamen alltäglichen Handeln mit Leben erfüllen.

Dipl.-Ing. Klaus Suess (Vorsitzender des Stiftungsrats),
Werner Fuchs (Vorsitzender des Vorstands)

 

Stiftungsbericht 2014

Stiftungsbericht 2014, Nr. 8, Frühjahr 2015

Gesamtvermögen unserer Stiftungen überschreitet 1 Million Euro
Neue Stiftungs-Homepage – Neue Förderrichtlinie – Trauer um Stifterin Annekarin Mayer –
Ehrende Worte für Hermann Anschütz und Hans Schaefer

Zum Geleit

Ende 2014, eineinhalb Jahrzehnte nach der zukunftsweisenden Gründung unserer Stif­tung, haben Zustiftungen bei unserer Dachstiftung und den fünf Treuhand­stiftungen, vornehmlich den Treuhandstiftungen Suess und Mayer, erstmals zu einem Gesamt­stiftungsvermögen von über 1 Million Euro geführt. Der Stiftungs-Finanz­bericht 2014 weist zum Jahresende ein Gesamtvermögen von 1.005.804,42 Euro aus, das sind 51.589,17 Euro oder 5,4 % mehr als zu Beginn des Jahres. Auf die beiden im Berichts­jahr am stärksten gewachsenen Treuhandstiftungen Suess (um 22.300,– Euro auf 397.800,– Euro) und Mayer (um 18.100,– Euro auf 113.900,– Euro) entfallen Ende 2014 mehr als die Hälfte des Gesamtstiftungsvermögens. Insbesondere die Eheleute Klaus und Barbara Suess haben sich in den vergangenen Jahren als groß­zügiger und zugleich verläßlicher Motor einer Wertschöpfung erwiesen, die unmittel­bare und mittelbare Hilfe für Menschen mit Behinderung nachhaltig sicherstellt.

Das Jahr 2014 war zudem von recht konkreten Anfragen hinsichtlich neuer Treu­hand­stiftungen und dem Thema Testamentsvollstreckung gekennzeichnet. Leider bewegen sich mehrere diesbezügliche Anfragen bisher nur im Bereich unverbindlicher Äuße­rungen.

Älteren Menschen mit Unterstützungsbedarf in Kirchberg a.d. Jagst und/oder anderen Örtlichkeiten im Wirkungskreis der Sozialtherapeutischen Gemeinschaften Weckel­weiler mit zunehmendem Alter und bei nachlassenden Kräften eine Bleibe zu schaffen, ist schon immer auch ein Anliegen unserer Stiftung. Dies wurde durch entsprechende Grundstücksbevorratung der Dachstiftung und der Treuhandstiftung Suess sowie durch Rücklagenbildung praktisch umgesetzt. Zu diesem Thema erreichte uns im Februar 2015 ein Schreiben von Herrn Ulrich Grimm, der mit Investoren für ein solches Projekt im Kirchberger Baugebiet „Unter der Sulz“ in Kontakt steht. Herr Grimm fragte an, ob bzw. inwieweit die Stiftung bereit sei, sich bei einem solchen Bauvor­haben zu engagieren. Ein Hoffnungsschimmer dafür, dass ein seit Jahren diskutiertes Projekt möglicherweise vor der Realisierung steht.

Dr. Henning Pfaffhausen, Mitglied des Vorstandes der Stiftung, hat im Verlaufe der Gemeinsamen Sitzung von Stiftungsrat und Stiftungsvorstand im Mai vergangenen Jahres die neue Stiftungs-Homepage (www.stiftung-weckelweiler.de) vorgestellt.

Neben der Vermittlung von allgemeinen Informationen über die Stiftung und ihre Aktivitäten wurde vor allem darauf Wert gelegt, dass Interessierte einen Überblick über die verschiedenen Zuwendungsmöglichkeiten inkl. der Konstruktion der Treu­handstiftung erhalten. Auch können die Stiftungssatzung, die Förderrichtlinien sowie das jeweils aktuelle Förderantragsformular von der Homepage heruntergeladen werden. Die Darstellung der derzeitigen Treuhandstiftungen wurde mit den jeweiligen Treugebern abgestimmt. Im Zuge der Gestaltung des Internetauftritts wurde ein News­letter-Verteiler angelegt. Leider ist der Adressatenkreis derzeit noch relativ klein, aber wir hoffen, im Laufe der Zeit eine stetig wachsende Zahl von Interessierten erreichen zu können, um direkter mit den Freunden und Förderern der Stiftung kommunizieren zu können.

Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungen der letztjährigen Gemeinsamen Sitzung war die Verabschiedung der Förderrichtlinie der Stiftung in ihrer Fassung Mai 2014. Zusammen mit dem gleichzeitig von der Stiftung herausgegebenen Antragsvordruck stellen sie eine verläßliche Grundlage der Voraussetzungen und Bestandteile von Unterstützungsanträgen dar.

Im Oktober 2014 hat uns die Nachricht vom Ableben von Frau Annekarin Mayer sehr betroffen gemacht und traurig gestimmt. Die angesehene und zugleich liebenswerte Stifterin und ihr Mann zählten mit zu den Ersten, die durch eine Treuhandstiftung die Unterstützungsmöglichkeiten unserer Stiftung erweitert und so als Vorbild für weitere Treuhandstiftungen segensreich gewirkt haben. Als Mit-Namensträgerin der Treu­handstiftung wird sie immer in unserem Bewusstsein weiter leben und wir werden ihrer stets in Ehren gedenken.

Zwei markante Persönlichkeiten, die seit Jahrzehnten aus dem Geschehen rund um die Sozialtherapeutischen Gemeinschaften Weckelweiler im Allgemeinen und die Stiftung Weckelweiler Gemeinschaften im Besonderen nicht wegzudenken sind, konnten im vergangenen Jahr ihren 80. Geburtstag feiern. Unsere herzliche Gratulation gilt dem Vorstandsmitglied der Stiftung, Hermann Anschütz, und dem früheren Vorstandsvor­sitzenden der Stiftung, Hans Schaefer. Unsere besten Wünsche begleiten sie auf ihrem weiteren Lebensweg.

Wir danken allen Anstiftern, Zustiftern und Spendern für die in vielen Fällen auch wiederholte und teils großzügige Unterstützung und bitten sie sowie die Leser dieses Berichtes und alle Mitglieder des Freundeskreises der Weckelweiler Gemeinschaften auch künftig der Stiftung gewogen zu sein und uns nach Kräften zu unterstützen.

Dipl.-Ing. Klaus Suess (Vorsitzender des Stiftungsrats),
Werner Fuchs (Vorsitzender des Vorstands)

 

Förderungen 2013

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Die Reformen der letzten Jahre haben es mit sich gebracht, dass die Stiftung viele Unterstützungen leisten musste, um den betroffenen Menschen ein würdiges Leben zu ermöglichen. So haben die Regelungen der Krankenkassen dazu geführt, dass Zahnärzte nicht die gebotenen prothetischen Versorgungen anbieten konnten. In 2013 hat die Stiftung daher etwa EUR 4.000,– alleine für zahnärztliche Leistungen zur Verfügung gestellt bzw. zugesagt. Insgesamt hat die Stiftung mehr als EUR 12.000,– Unterstützungsleistungen an Betreute für Zahnbehandlungen, Therapien (auch zu Behandlungen in alternativer Medizin), Anschaffungen, Ferienfahrten oder Gruppenaktivitäten in Absprache mit der Einrichtung ausgezahlt. Bei Bedarf wurden Absprachen mit dem Freundeskreis über eine Kostenaufteilung getroffen.

Viele in Weckelweiler lebende Menschen haben keine Angehörigen mehr oder können nicht mit diesen die Sommerferien verbringen. Während früher die Einrichtung gegenüber den Kostenträgern hierfür Beträge in Ansatz bringen konnte, sind diese Zuschussmöglichkeiten entfallen. Die Stiftung fördert daher einzelne Maßnahmen, aber auch Gruppenfahrten. Auch die Teilnahme vieler Sportler an den Special Olympics wurde mit einem namhaften Betrag, insbesondere durch einen der Treuhandstifter, gefördert.

 

Stiftungsbericht 2013

Stiftungsbericht 2013, Nr. 7, Frühjahr 2014

Vorstand stellt Stiftungsrat im Mai eine Homepage vor
Verdienstvoller Einstand von Dr. Pfaffhausen – Freude über Rückkehr Rainer Ostheims

Zum Geleit

Zu Beginn des Jahres 2014 können Zustifter, Sponsoren, Freunde und Förderer sowie die Mitglieder von Stiftungsrat und Stiftungsvorstand gleichermaßen zufrie­den auf das zurückliegende Geschäftsjahr 2013 und die Entwicklung im ersten Quartal des neuen Jahres zurückblicken. Neben der Entwicklung des Stiftungs­ka­pitals in 2013 (Dachstiftung + 12,5 %; Treuhandstiftungen + 3,8 %) um insgesamt 6,5 % oder fast € 60.000 sind Einzelfall- und Gruppenunterstützungen an unsere Betreuten zur Förderung von Ferienfahrten bis hin zur Minderung sozialer Härte­fälle in einer Größenordnung von knapp über € 12.000 geflossen. Die erfor­derlichen finanziellen Mittel stellten etwa je zur Hälfte die Dachstiftung sowie die Treuhand­stiftung Klaus und Barbara Suess bereit.

Die mit Abstand markanteste Zustiftung im Berichtsjahr war zweifellos der Eingang des bereits im Jahr zuvor avisierten Gegenwertes des Barvermächtnisses der Ver­storbenen Maria Therese Egger in Höhe von € 30.000. Wir hatten im Mai 2013 bei der gemeinsamen Sitzung von Stiftungsrat und Stiftungsvorstand Gelegenheit, dem anwesenden Dr. Hermann Egger, dem Bruder der Verstorbenen, für die großzügige Geste persönlich zu danken. In dieser Sitzung wurde auch beschlossen, den Gegen­wert des Barvermächtnisses dem Kapital der Dachstiftung zuzuführen.

In diesem Zusammenhang bleibt außerdem festzuhalten, dass weitere € 5.000 von den Eheleuten Dr. Martin und Ina Egger, Bernried, zugestiftet wurden. Mit diesen Mitteln wurde eine neu geschaffene Rücklage für altersgerechtes Wohnen erstmals dotiert.

Weitere bemerkenswerte Zustiftungen weisen auch die Treuhandstiftungen Klaus und Barbara Suess sowie Annekarin und Jürgen Mayer auf. Bei der Treuhand­stiftung Mayer sei darüber hinaus bemerkt, dass bereits im Januar 2014 eine weitere Zustiftung im Wege einer Wertpapiertransaktion in Höhe von € 10.000 erfolgte. Nochmals herzlichen Dank allen Zustiftern.

Eine vollständige Beschreibung der Aktivitäten des ersten Quartals 2014 darf nicht unerwähnt lassen, dass sich zumindest eine weitere Familie mit dem Gedanken trägt, eine neue Treuhandstiftung zu gründen. Zur familieninternen Beratung und Entscheidungsfindung wurde vom Vorstand entsprechendes Informationsmaterial zusammen gestellt und jede Form der Unterstützung signalisiert.

Neben der rein wirtschaftlichen Entwicklung der Stiftung ist in der zweiten Hälfte des Berichtsjahres eine Anregung des Vorsitzenden des Stiftungsrates aus der letzten gemeinsamen Sitzung von Stiftungsrat und Stiftungsvorstand von Dr. Pfaff­hausen aufgegriffen worden, zum Zwecke der zeitnahen und unmittelbaren Kom­munikation mit den Freunden und Förderern der Stiftung, zum Zwecke der Wer­bung neuer Unterstützer und Stifter und zum Zwecke einer noch transparenteren Offenlegung der Stiftungsstrukturen und –aktivitäten gegenüber einer interessierten Öffentlichkeit eine Stiftungs-Homepage zu planen, zu strukturieren und in ihren Einzelheiten zu entwerfen.

Die Vorfeldüberlegungen des zweiten Halbjahres konnten mittlerweile konkretisiert werden und führen letztlich dazu, dass der Vorstand in der nächsten Gemeinsamen Sitzung Ende Mai 2014 dem Stiftungsrat zumindest die Grundzüge des neuen Internetauftritts präsentieren kann.

Wir danken Hans Bleicher, der im Berichtsjahr im Alter von 80 Jahren seine Mit­arbeit im Stiftungsrat eingestellt hat und aus dem Gremium ausgeschieden ist, für seine engagierte Unterstützung unserer Arbeit über viele Jahre. Außerdem begrüßen wir das neue Mitglied im Stiftungsrat, Dr. Martin Brünger, und freuen uns auf ein gutes, gedeihliches Miteinander.

Der Stiftungsvorstand ist wieder komplett im Amt. Wir freuen uns, dass Rainer Ostheim, Stellvertretender Vorsitzender, seine schwere Erkrankung überwinden konnte und seit Januar wieder aktiv in die Vorstandsarbeit eingebunden ist.

Wir danken allen Anstiftern, Zustiftern und Spendern für die in vielen Fällen auch wiederholte und teils großzügige Unterstützung und bitten sie sowie die Leser dieses Berichtes und alle Mitglieder des Freundeskreises der Weckelweiler Gemein­schaften auch künftig der Stiftung gewogen zu sein und uns nach Kräften zu unterstützen.

Dipl.-Ing. Klaus Suess (Vorsitzender des Stiftungsrats),
Werner Fuchs (Vorsitzender des Vorstands)

 

Stiftungsbericht 2012

Stiftungsbericht 2012, Nr. 6, Frühjahr 2013

Weitere An- und Zustifter dringend gesucht –
als wichtiger Beitrag, unsere wertvolle Gemeinschaft zukunftsfähig zu machen

Zum Geleit

In unserem letzten Stiftungsbericht haben wir uns im einzelnen der Problematik zugewandt, wie sehr die schwierige Verfassung der Finanzmärkte, einher gehend mit einem anhaltend ausgeprägt niedrigen Zinsniveau, die Mehrzahl gemeinnütziger Stiftungen wegen nicht ausreichender Erträge in existenzielle Nöte bringt. Vor diesem Hintergrund wurde der Bericht in der Hoffnung und Erwartung geschrieben, dass sich der noch relativ kleine Kreis der Treuhandstifter im Laufe des Jahres ausweiten könnte und sich neue Zustifter bei der Stiftung Weckelweiler Gemeinschaften (Dachstiftung) engagieren würden.

Um diesen dringend erwünschten Effekt zu erzielen, das Stiftungskapital durch weitere An- und Zustifter auf breitere Fundamente zu stellen und gleichzeitig das Stiftungskapital zu erhöhen, wurde dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung bei den Familien- und Freundestagen im Mai 2012 Gelegenheit gegeben, im Rahmen der Mitgliederversammlung diese Thematik in einem Redebeitrag zu vertiefen und einen entsprechenden Appell an die anwesenden Eltern, Geschwister und Freunde zu richten. Eine weitere publizistische Plattform zu dieser Herausforderung und damit zusammenhängender notwendiger Schritte zur Nachhaltigkeit bot die Weihnachtsausgabe 2012 von „Einblicke/Ausblicke“.

Aus heutiger Sicht muss die Resonanz auf unsere „Hilferufe“ als im Einzelfalle durchaus wahrnehmbar, aber im großen und ganzen leider als gering bezeichnet werden. Gleichwohl sind bei Stiftungsrat und Stiftungsvorstand keine Spuren der Resignation zu erkennen; wir werden diese Thematik zum Wohle unserer Menschen mit Unterstützungsbedarf auch künftig bei jeder passenden Gelegenheit in Erinnerung rufen und für die breite Palette an ideellem Engagement und/oder finanzieller Zuwendung des Einzelnen werben.

Nun zu den Zahlen und sonstigen Ereignissen des Berichtsjahres:

Von den T€ 911 Gesamt-Stiftungsvermögen entfallen T€ 384 oder knapp die Hälfte auf Immobilienvermögen im wesentlichen in der Gemarkung Kirchberg (T€ 321) und in Künzelsau (T€ 63). Der weitaus größte Teil des Immobilien-Stiftungsvermögens entfällt auf die Treuhandstiftungen (T€ 334).

Als Zustifter der Dachstiftung engagierten sich im Jahre 2012 Frau Annekarin Mayer, Frau Sibylle Conrad und Frau Ulrike Thole. Die Zuwächse bei den Treuhandstiftungen sind auf die Eheleute Klaus und Barbara Suess sowie Herrn Ernst Lust (Stiftung Suess),  die Eheleute Annekarin und Jürgen Mayer sowie die Eheleute Annemarie und Werner Fuchs zurückzuführen.

Noch nicht im Jahresabschluss 2012 enthalten ist das Barvermächtnis von Maria Therese Egger aus Nürnberg in Höhe von 30.000,00 Euro, mit dem die am 19. April 2012 Verstorbene gemäß ihrem Testament die Stiftung Weckelweiler Gemeinschaften bedacht hat. Der Zahlungseingang wird im Laufe dieses Jahres erwartet. Mit Schreiben vom 14. Juli 2012 an den Bruder der Verstorbenen, Herrn Dr. Hermann Egger, haben wir im Namen von Stiftungsrat und Stiftungsvorstand unser Beileid und Mitgefühl zum Ausdruck gebracht und die Würdigung des Vermächtnisses als bedeutende Zustiftung in der gemeinsamen Sitzung von Stiftungsrat und Stiftungsvorstand im Mai 2013 angekündigt.

Betroffen gemacht und traurig gestimmt hat uns die Nachricht vom Ableben unseres Gründungs-Anstifters und langjährigem Mitglied des Stiftungsrates, Herrn Dr. Peter Brünger, der uns am 17. Februar 2013, im 80. Lebensjahr, für immer verlassen hat. Anfang März vergangenen Jahres hatte er uns mitgeteilt, dass er seine Mitgliedschaft im Stiftungsrat aus gesundheitlichen Gründen aufgeben müsse. In der gemeinsamen Sitzung von Stiftungsrat und Stiftungsvorstand im Mai 2012 haben wir die Stiftungsarbeit von Dr. Brünger gewürdigt, zugleich schrieb ihm der Vorsitzende des Stiftungsrates anerkennende Worte. Wir werden die ruhigen, besonnenen Wesenszüge unseres Kollegen vermissen und seiner stets in Ehren gedenken.

Neben dem strategischen Aspekt der Nachhaltigkeit unseres Tuns in Gestalt des wachsenden Stiftungsvermögens und dessen verfügbarer Erträgnisse, hat auch die operative, häufig spontan und schnell handelnde Seite unseres Wirkens in Form von Unterstützungsleistungen an Einzelne oder Gruppen unserer Einrichtung einen hohen Stellenwert. Mit der Bewilligung in 24 Einzelfällen und von 9 Gruppenanträgen im Gesamtwert von über T€ 17 haben sowohl die Zahl der Begünstigten (115 Personen) als auch das Volumen der Unterstützungen einen Höchststand erreicht. Mehr als die Hälfte des für Unterstützungsleistungen erforderlichen Finanzvolumens wurde dankenswerter Weise durch die Treuhandstiftung Klaus und Barbara Suess zur Verfügung gestellt (T€ 9,1).

Zum Thema „Unterstützungsleistungen“ verweisen wir auch auf die Ausführungen von Vorstandsmitglied Rainer Ostheim auf Seite 28 der Weihnachtsausgabe 2012 von „Einblicke/Ausblicke“.

Stiftungsrat und Vorstand sind über die – trotz aller Widrigkeiten – positive Entwicklung des Stiftungsgeschehens erfreut. Es wäre sehr schön und ganz im Sinne der Betreuten, wenn die letztmals im Jahre 2010 gestiegene Zahl der Treuhandstifter zum Anlass genommen würde, den Kreis der Stifter nochmals auszuweiten. Selbstverständlich sind aber auch Zuwendungen zur Dachstiftung, sei es als Zustiftung oder als Spende, jederzeit willkommen.

Wir danken allen Anstiftern, Zustiftern und Spendern für die in vielen Fällen auch wiederholte und teils großzügige Unterstützung und bitten sie sowie die Leser dieses Berichtes und alle Mitglieder des Freundeskreises der Weckelweiler Gemeinschaften auch künftig der Stiftung gewogen zu sein und uns nach Kräften zu unterstützen.

Dipl.-Ing. Klaus Suess (Vorsitzender des Stiftungsrats),
Werner Fuchs (Vorsitzender des Vorstands)

 

Stiftungsbericht 2011

Stiftungsbericht 2011, Nr. 5, Frühjahr 2012

„Geld ist für die Menschen da!“ (Slogan Jahresbericht 2010 der GLS Bank)
Sicherheit, Vermögenserhalt und ausreichende Erträge als Zielkonflikt der Stiftungen

Zum Geleit

Die Börsen-Zeitung vom 7. Februar 2012 führt in ihrem dem Asset Management (Vermögensmanagement) gewidmetem Berichtsteil unter der Überschrift „Das Umfeld für Stiftungen verdüstert sich“ aus, dass das Gros der gemeinnützigen Organisationen unter Vermögensaufzehrung leide. Am angegebenen Ort (a.a.O.) heißt es weiter, dass trotz einer neuen Rekordzahl sich über viele Stiftungen eine dunkle Gewitterfront zusammen zieht. Weiter heißt es,  dass angesichts des niedrigen Zinsniveaus das Gros der gemeinnützigen Organisationen weder ihre Förderung aufrechterhalten, noch das eigene Vermögen sichern kann. Der Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen wird a.a.O. mit der Feststellung zitiert, „dass es viele Stiftungen mit ihren bislang bewährten, auf Sicherheit ausgerichteten Anlagestrategien nicht mehr schaffen, die Ziele Sicherheit, Vermögenserhalt und ausreichende Erträge für den gemeinnützigen Zweck unter einen Hut zu bringen.“ Als Ausweg für die am stärksten betroffenen kleineren und mittleren Stiftungen wird u.a. die Überlegung geäußert, die überschaubaren Vermögen von kleineren Stiftungen zu bündeln und evtl. extern verwalten zu lassen. Gedacht ist dabei z.B. an Lebensversicherungen als Dienstleister. Da solche Wege aber offenbar noch nicht das Optimum darstellen, verhandelt der Verband aktuell mit Banken über mögliche Alternativen.

Die dargelegte Problematik ist dem Vorstand unserer Stiftung sehr wohl bewußt. Aufgrund von im Geschäftsführungsorgan angestellten Überlegungen, der diesbezüglichen Fragestellungen des Vorsitzenden unseres Stiftungsrates anläßlich der letzten Gremientagung im Mai 2011 sowie der ständigen Ausführungen in den einschlägigen Fachmedien über die teils brisanten Entwicklungen an den Finanzmärkten, hat der Vorstandsvorsitzende am 7. Dezember 2011 auf der Grundlage eines Kundenfinanzstatus per 01.12.2011 ein eingehendes Gespräch  in der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim mit den für uns zuständigen Beratern geführt.

Das Treffen fand aufgrund unserer Initiative statt und diente einerseits dem gegenseitigen persönlichen Kennenlernen und andererseits Betrachtungen zur Stiftung im allgemeinen und zur Anlagepolitik im besonderen. Das Gesprächsergebnis wurde schriftlich fixiert. Übereinstimmend wurde das Anlageverhalten der Vergangenheit als sachgerecht bezeichnet. Es sei absolut richtig gewesen, in der noch anhaltenden kritischen Situation dem Faktor „Sicherheit der Anlage“ Priorität einzuräumen. Auch in der absehbaren Zukunft sollte so vorgegangen werden. Die Sparkassenvertreter führten neue Anlageprodukte als mögliche Alternative für Neu- bzw. Verlängerungsanlagen in die Diskussion ein. Unsere Gesprächspartner boten an, für ein Kurzreferat über alternative Anlageprodukte z.B. bei der gemeinsamen Sitzung von Stiftungsrat und Stiftungsvorstand im Mai 2012 zur Verfügung zu stehen.

Eine andere Akzentsetzung in diesem Zusammenhang war die Teilnahme der Vorstandsherren Hermann Anschütz und Rainer Ostheim an dem von der Stiftung Lauenstein und der GLS Treuhand gemeinsam veranstaltenden Stiftungstag der Stiftungen im Umfeld der anthroposophischen Heilpädagogik und Sozialtherapie am 21. Januar 2012 in Frankfurt  Die GLS Bank ist die nach eigenen Bekundungen erste sozial-ökologische Universalbank der Welt. Im Überblick zu ihrem Jahresbericht 2010 führt sie weiter aus, dass „menschliche Bedürfnisse und die Überzeugung, dass Geld für die Menschen da ist“, Ausgangspunkte ihrer Arbeit seien (siehe Kopfzeile unseres Geleitwortes).

Dem Stiftungstag lagen Überlegungen der Stiftung Lauenstein zugrunde, die sich in ihrer Strategietagung das Ziel gesetzt hatte, alle Stiftungen, Stiftungsinitiativen und Stiftungsinteressierte, die sich um die Schulen und Lebensorte herum gebildet haben, zu vernetzen und ein gemeinsames Forum zum Erfahrungsaustausch zu bilden. Nach Vorstellung und Einführung wurden zunächst die Berichte zur Stiftungsarbeit behandelt. Am Nachmittag spielte auch hier die Anlage des Stiftungsvermögens in der augenblicklichen Marktlage eine besondere Rolle. Abschließend wurde eine Gemeinschaftliche Stiftung vorgestellt und Anregungen für mögliche Kooperationen gegeben.

Die Wahrnehmung der Termine in Crailsheim und Frankfurt zeigen, wie sehr der Vorstand bemüht ist, rechtzeitig neue Entwicklungen kennenzulernen, sich ständig qualifiziert informieren zu lassen und vielfältigste Kontakte zu haben, die Vorstandsarbeit permanent im Detail überprüfen zu können. Wir kommen zu dem Schluss, dass die vorerwähnten Zielkonflikte selbstverständlich auch uns im allgemeinen und als kleine bis mittlere Stiftung auch im besonderen betreffen. Wir legen nach wie vor Wert darauf, ohne das Ziel „Sicherheit“ zu vernachlässigen, eine möglichst hohe Rendite in unserer Anlagepolitik zu erzielen. Ausreichende Erträge für den gemeinnützigen Zweck unserer Stiftung zu erzielen, ist uns zumindest bislang auch deshalb gelungen, da erstens unsere Verwaltungskosten gegen Null tendieren und zweitens, dass trotz aller Neu- und Zustiftungen stets auch ein ausreichender Zufluß von Spendengeldern, so auch im Jahre 2011, zur Wahrnehmung unserer gemeinnützigen Aufgaben und Ziele bereit stand.

Von den T€ 868 Gesamt-Stiftungsvermögen entfallen T€ 389 oder knapp die Hälfte auf Immobilienvermögen im wesentlichen in der Gemarkung Kirchberg (T€ 325) und in Künzelsau (T€ 64). Der weitaus größte Teil des Immobilien-Stiftungsvermögens entfällt auf die Treuhandstiftungen (T€ 339).

Neben dem strategischen Aspekt der Nachhaltigkeit unseres Tuns in Gestalt des wachsenden Stiftungsvermögens und dessen verfügbare Erträgnisse, hat auch die operative, häufig spontan und schnell handelnde Seite unseres Wirkens in Form von Unterstützungsleistungen an Einzelne oder Gruppen unserer Einrichtung einen hohen Stellenwert. Mit der Bewilligung in 23 Einzelfällen und von 4 Gruppenanträgen im Gesamtwert von über T€ 10 haben sowohl die Zahl der Begünstigten als auch das Volumen der Unterstützungen einen beachtlichen Stand erreicht.

Stiftungsrat und Vorstand sind über die positive Entwicklung des Stiftungsgeschehens sehr erfreut. Es wäre sehr schön und ganz im Sinne der Betreuten, wenn die letztmals im Jahre 2010 gestiegene Zahl der Treuhandstifter zum Anlass genommen würde, den Kreis der Stifter nochmals auszuweiten. Selbstverständlich sind aber auch Zuwendungen zur Dachstiftung, sei es als Zustiftung oder als Spende, jederzeit willkommen.

Wir danken allen Anstiftern, Zustiftern und Spendern für die in vielen Fällen auch wiederholte und teils großzügige Unterstützung und bitten sie sowie die Leser dieses Berichtes und alle Mitglieder des Freundeskreises der Weckelweiler Gemeinschaften auch künftig der Stiftung gewogen zu sein und uns nach Kräften zu unterstützen.

Dipl.-Ing. Klaus Suess (Vorsitzender des Stiftungsrats),
Werner Fuchs (Vorsitzender des Vorstands)

 

Stiftungsbericht 2010

Stiftungsbericht 2010, Nr. 4, Frühjahr 2011

Erste Million Euro Gesamt-Stiftungsvermögen scheint mittelfristig machbar
Treuhandstiftungen prägen rasante Aufwärtsentwicklung – Unterstützungsleistungen in Rekordhöhe

Zum Geleit

Der Zeitpunkt der Berichterstattung über das Jahr 11 unseres Bestehens steht im Zeichen des 150. Geburtstages von Rudolf Steiner und läßt unsere Stiftung als kleines, mit besten Vorsätzen gegründetes, Verantwortung übernehmendes und bisher durchaus erfolgreiches Teilstück der Wirkungsmechanismen im großen Ideen- und Gedankengebäude der anthroposophischen Sozialtherapie erscheinen. Wir schätzen uns glücklich, im Spannungsfeld zwischen den Impulsen Rudolf Steiners zur humanen Umgestaltung vieler sozialer Lebensbereiche und den oben zitierten Ethischen Grundaussagen des „Fünferkreises“ eine dienende Rolle einnehmen zu dürfen.

Im Jahre 2010 hat sich das Gesamt-Stiftungsvermögen (Dachstiftung und Treuhandstiftungen) von T€ 612 auf T€ 833 und damit um mehr als ein Drittel des Jahresanfangswertes erhöht. Dies war – bei substanziell stagnierender Dachstiftung –  auschließlich auf die dynamische Entwicklung bei den Treuhandstiftungen zurückzuführen. Die drei Komponenten des erfreulichen Geschehens waren neben einer Zustiftung bei der Treuhandstiftung Hans und Ruthild Keitel (T€ 5) und der neuen Treuhandstiftung Ute Wäldner (T€ 65) insbesondere weitere Zustiftungen bei der Treuhandstiftung Klaus und Barbara Suess (T€ 151). Wenn man bedenkt, dass bereits im Januar 2011 bei der Treuhandstiftung Annekarin und Jürgen Mayer eine weitere Zustiftung (T€ 25) erfolgte, scheint mittelfristig tatsächlich die erste Million Gesamt-Stiftungsvermögen machbar.

Von den T€ 833 Gesamt-Stiftungsvermögen entfallen T€ 387 oder knapp die Hälfte auf Immobilienvermögen im wesentlichen in der Gemarkung Kirchberg (T€ 323) und in Künzelsau (T€ 64). Der weitaus größte Teil des Immobilien-Stiftungsvermögens entfällt auf die Treuhandstiftungen (T€ 337).

Neben dem strategischen Aspekt der Nachhaltigkeit unseres Tuns in Gestalt des wachsenden Stiftungsvermögens und dessen verfügbare Erträgnisse, hat auch die operative, häufig spontan und schnell handelnde Seite unseres Wirkens in Form von Unterstützungsleistungen an Einzelne oder Gruppen unserer Einrichtung einen hohen Stellenwert. Mit der Bewilligung in 15 Einzelfällen und von 7 Gruppenanträgen im Gesamtwert von über T€ 12 haben sowohl die Zahl der Begünstigten als auch das Volumen der Unterstützungen einen beachtlichen Höchststand erreicht.

Ausgelöst durch ein Verwaltungsgerichtsurteil und nach Rücksprache mit den aufsichtsbehördlichen Stellen haben wir eine Änderung unserer Satzung beschlossen. Damit wollen wir vermeiden, dass über uns getätigte Zuwendungen von Elternseite u.U. gegen das Landesheimgesetz verstoßen. Mitarbeiter und Funktionsträger der Sozialtherapeutischen Gemeinschaften Weckelweiler können künftig Vertretungsorganen der Stiftung nicht mehr angehören. Den mittlerweile ausgeschiedenen drei Stiftungsrats-Mitgliedern, Frau B. Freiberg, Herrn M. Schmidt und Herrn A. Lüder, gilt unser Dank für ihre konstruktive Mitarbeit im Aufsichtsorgan. Die Heimaufsichtsbehörde hat uns bestätigt, dass nunmehr keinerlei rechtliche Bedenken gegen eine Erbeinsetzung der Stiftung oder Einsetzung als Vermächtnisnehmer bestehen.

Stiftungsrat und Vorstand sind über die positive Entwicklung des Stiftungsgeschehens im vergangenen Jahr und zu Beginn der neuen Rechnungsperiode hoch erfreut. Es wäre sehr schön und ganz im Sinne der Betreuten, wenn die im Jahre 2010 gestiegene Zahl der Treuhandstifter zum Anlass genommen würde, den Kreis der Stifter nochmals auszuweiten. Selbstverständlich sind aber auch Zuwendungen zur Dachstiftung, sei es als Zustiftung oder als Spende, jederzeit willkommen.

Wir danken allen Anstiftern, Zustiftern und Spendern für die in vielen Fällen auch wiederholte und teils großzügige Unterstützung und bitten sie sowie die Leser dieses Berichtes und alle Mitglieder des Freundeskreises der Weckelweiler Gemeinschaften auch künftig der Stiftung gewogen zu sein und uns nach Kräften zu unterstützen.

Dipl.-Ing. Klaus Suess (Vorsitzender des Stiftungsrats),
Werner Fuchs (Vorsitzender des Vorstands)

 

Stiftungsbericht 2009

Stiftungsbericht 2009, Nr. 3, Frühjahr 2010

Stiftung wichtiger Teil des sozialen Netzwerks der Gemeinschaften
Freundeskreis  –  Stiftung  –  Gesundheitsfonds

Zum Geleit

Am Anfang stand die tiefe Verbeugung vor der großartigen Aufbau- und Entwicklungsleistung der vergangenen fünf Jahrzehnte. Es schlossen sich die Zeichen konstruktiver, zupackender Entschlossenheit für die sich in der Gegenwart stellenden vielfältigen Fragen und Probleme eines einzigartigen Wandlungsprozesses an. Mit dem unschwer festzustellenden Geist der Aufgeschlossenheit und des Mutes, die in der Zukunft auf uns wartenden
Herausforderungen anzunehmen, rundeten sich die gesammelten Eindrücke ab. Auf diesen gemeinsamen Nenner lassen sich im Rückblick auf das Jubiläumsjahr vom aufmerksamen Beobachter die gehörten Aussagen, die gelesenen Publikationen und die verspürten Stimmungen zusammenfassen. Solide Fundamente für eine Stiftung, die einerseits mithelfen will, die Existenz der Weckelweiler Gemeinschaften auf Dauer zu sichern und sich andererseits – neben Freundeskreis und Gesundheitsfonds –  als wichtigen Teil unseres sozialen Netzwerks versteht.

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Gründer und Wegbereiter Dr. Wolfgang Feuerstack (Mitte) umrahmt vom Stiftungsratsvorsitzenden Suess und den Mitgliedern des Vorstandes der Stiftung Werner Fuchs, Hermann Anschütz und Rainer Ostheim (von rechts)

Im Doppel-Jubiläumsjahr 2009 (50 Jahre Weckelweiler Gemeinschaften, 10 Jahre Stiftung) wurden neun Unterstützungsleistungen über insgesamt  € 4.500,– an Betreute bereitgestellt. Am Jahresende weist die Stiftung Weckelweiler Gemeinschaften ein Stiftungskapital von rd. € 280 000,– aus. Zusammen mit den vier Treuhandstiftungen (Suess, Mayer, Keitel und Fuchs) kommen wir Ende 2009 insgesamt auf ein eigenes und treuhänderisch verwaltetes Stiftungsvermögen von über € 600.000,–. Erstmals liegt der Jahresendwert des Vermögens aller Treuhandstiftungen (T€ 332) über dem Stiftungsvermögen der Weckelweiler Gemeinschaften (T€ 280). Mit weiteren Zustiftungen im Januar 2010 von € 25.000,– hält die dynamische Aufwärtsentwicklung der Treuhandstiftungen an.

Stiftungsrat und Vorstand haben das Bedürfnis, allen Anstiftern, Zustiftern und Spendern für die in vielen Fällen auch wiederholte und teils großzügige Unterstützung zu danken und bitten sie sowie die Leser dieses Berichtes und alle Mitglieder des Freundeskreises der Weckelweiler Gemeinschaften auch künftig um Hilfe und Förderung.

Dipl.-Ing. Klaus Suess (Vorsitzender des Stiftungsrats),
Werner Fuchs (Vorsitzender des Vorstands)